Gesundheit geht vor!

Doppeluntersuchung der Beinarterien

Wozu dient diese Untersuchung?
Mit dieser Untersuchungstechnik kann eine Durchblutungsstörung der Beine erkannt werden. Andere Namen für diese sich Erkrankung sind AVK ,pAVK oder Schaufensterkrankheit. Wenn die Schlagadern (Arterien), welche das Blut zu den Beinen hinführen, eingeengt sind, können die Beine nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.
Diese Erkrankung äußert sich mit typischen Schmerzen in den Beinen (Wade, Fuß, Oberschenkel oder Gesäß) nach einer gewissen Gehstrecke und mit Abklingen beim Stehenbleiben. Jeder zehnte über 55 ist davon betroffen.
Die Hauptursache ist die sogenannte Arterienverkalkung (Arteriosklerose), die zu einer zunehmenden Arterieneinengung bis hin zum kompletten Gefäßverschluss führt. Zu den Faktoren, die eine solche Gefäßverkalkung begünstigen, gehören das Rauchen, die Zuckerkrankheit, der Bluthochdruck und erhöhte Blutfette.
Sollte bei Ihnen einer der genannten Risikofaktoren bekannt sein und Sie noch keine Symptome haben, wäre diese Untersuchung orientierend sinnvoll zum sicheren Ausschluß einer arteriellen Duchblutungsstörung. Beschwerden treten nämlich erst dann auf, wenn das Gefäß schon zu mehr als die Hälfte eingeengt ist.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Die Untersuchung findet am liegenden Patienten nach einer kurzen Ruhephase statt. Eine Blutdruckmanschette wird am Unterschenkel unterhalb des Kniegelenks angelegt. Die pulsierenden Schlagadern am Fuß und Knöchel werden mit einer Ultraschall-Dopplersonde hörbar gemacht. Damit kann der exakte Blutdruck gemessen werden. Dieser wird mit dem Blutdruck der Arme verglichen. Durch Berechnung des Knöchel-Arm-Indexes können wir den Zustand Ihrer Beinarterien sehr genau einschätzen und schon frühe Hinweise auf eine Durchblutungsstörung entdecken. Diese Untersuchung ist die Basisuntersuchung bei allen Gefäßspezialisten.

Was tun bei Nachweis einer arteriellen Durchblutungsstörung?
Neben einer Überprüfung der Gefäßrisikofaktoren mittels Blutabnahme ergeben sich je nach Schweregrad unterschiedliche Konsequenzen. Möglicherweise ist alleinig eine Minderung der Risikofaktoren ausreichend, gegebenenfalls zusätzlich ein intensives Gehtraining oder die Einnahme von Medikamenten.
Manchmal muss aber auch die Engstelle der Schlagader geweitet und mit einem Röhrchen (Stent) versehen werden. In wenigen Fällen ist eine Gefäßoperation erforderlich.
Von besonderer Bedeutung ist noch, dass in der Regel nicht nur die Beinarterien von der Gefäßverkalkung betroffen sind, sondern auch die Gefäße des Herzens und des Gehirns. Somit haben Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Beinen ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.